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Holstein Kiel 6-5 Bayern München Höhepunkte und Ziele beobachten

Holstein Kiel hat die Sensation geschafft und den FC Bayern München in der 2. Runde des DFB-Pokals bezwungen. Der wehrhafte und stark aufspielende Zweitligist setzte sich knapp aber nicht unverdient mit 6:5 n.E. (2:2; 1:1) durch.

Fin Bartels erzielte den entscheidenden Treffer per Elfmeter, nachdem Marc Roca als einziger Münchner verschossen hatte. Damit steht Holstein Kiel im Achtelfinale des DFB-Pokals.

Es war einer dieser reizvollen Pokalabende mit einem haushohen Favoriten und einem klaren Außenseiter. Und der erst in einem Elfmeterschießen entschieden wurde. Nächster Gegner der Kieler wird mit Darmstadt 98 erneut ein Zweitligist sein. Die Tore für die Münchner erzielten in der regulären Spielzeit Serge Gnabry und Leroy Sané, für die “Störche” trafen Bartels und Hauke Wahl.

Bartels: “Elfmeter einfach reinhauen”


“Krass, dass alle unsere Elfmeter reingegangen sind. Und wir wussten, dass wir einen Elfmeter-Killer haben, der einen halten wird”, sagte Wahl in der ARD. “Wir haben schon vor dem Elfmeterschießen gesagt, dass wir die Dinger einfach reinhauen. Wir hatten auch das nötige Glück”, ergänzte der strahlende Bartels.


“Das ist ein Schock. Wir haben das Spiel bestimmt. Umso ärgerlicher, dass wir in letzter Sekunde das 2:2 hinnehmen mussten. Aber Glückwunsch an Kiel, das war ein Pokalfight. Wir müssen eine bessere Defensive Kompaktheit bekommen, mehr Druck auf den Ball bekommen und die Tiefe absichern. Das müssen wir trainieren”, sagte Bayern-Trainer Hansi Flick in der ARD.

Abseitstor der Bayern

Die Hoffnung auf eine Überraschung schien bei den Kielern nach nur 14 Minuten zu Ende. Denn ab diesem Zeitpunkt lagen sie bereits zurück – allerdings mit viel Pech. Holstein-Torhüter Ioannis Gelios wehrte einen Kopfball von Thomas Müller etwas unglücklich und genau vor die Füße von Serge Gnabry ab, der nur noch einzuschieben brauchte.


Allerdings stand der Bayern-Stürmer kurz zuvor knapp im Abseits. Da es in dieser Runde des Pokalwettbewerbs aber keinen Video-Assistenten gibt, der Schiedsrichter Robert Schröder darauf hätte hinweisen können, mussten die Norddeutschen einem Rückstand nachlaufen.

Viel Leidenschaft und Engagement

Der frühe Führungstreffer der Münchner war allerdings auch die Folge der drückenden Überlegenheit der Bayern, die mit dem Anpfiff die Initiative übernommen hatte. Der Zweitligist hatte vor allem in der Anfangsphase große Mühe, sich dem hohen Tempo der Münchner zu widersetzen.


Die Bayern, die ohne Top-Torjäger Robert Lewandowski in die Partie gingen, ließen Ball und Gegner laufen, ohne allerdings sonderlich zielstrebig zu spielen. Echte Torchancen waren auch für sie Mangelware. Den Kielern war zunächst anzusehen, dass sie diese Spiel-Geschwindigkeit nicht gewohnt sind. Aber sie zeigten viel Leidenschaft und Engagement und arbeiteten sich immer mehr in die Partie hinein – und wurden mutiger und selbstbewusster.

Effektiver Finn Bartels

Und nach 37 Minuten taten sie dann auch noch das, was ein Außenseiter tun muss, um eine Chance zu haben: Sie nutzten ihre erste gute Möglichkeit. Bartels wurde von Jannik Dehm gegen die erneut sehr hochstehende Abwehrkette der Münchner auf die Reise geschickt. Der schnelle Bartels behielt vor Neuer die Nerven und schoss eiskalt zum 1:1 ein.


“Die Kieler haben alles in die Waagschale geworfen, haben es gut gemacht. Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen. Haben dann aber in Details Fehler gemacht. Das ist sehr ärgerlich. Und über das Tor, das wir bekommen haben, da reden wir ja schon länger drüber”, sagte Bayern-Offensivspieler Thomas Müller.




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